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Wenig Interesse an Marken auf Facebook

Dienstag, 28. Februar 2012

Studien die belegen was jeder weiß:

User kümmern sich auf Facebook um ihr Kontakte, und interessieren sich wenig bis gar nicht für Marken. Soweit nichts neues, aber hilfreich dies mit einer Studie (Mindshare Frankfurt) zu hinterlegen.

Klar und deutlich hier auch noch einmal die Aussage, welche wir uneingeschränkt teilen:

“Auf Facebook gewinnt man keine Neukunden, man bindet nur alte Freundschaften”.

Allerdings bitten wir zu beachten, dass wir hier von Marken, als bekannten und/ oder etablierten Brands sprechen. Und das ist kein Plädoyer gegen Aktivitäten auf Facebook, ganz im Gegenteil. Nur muss klar sein, dass das kein Kanal ist, auf die Nutzer darauf warten von bekannten oder unbekannten Brands beworben zu werden. Hier gehört viel mehr dazu, als banale social-shopping-Aktivitäten oder gar Pressemeldungen die auf Facebook gepostet werden.

Die Frage ist dabei schlicht und ergreifen: Welchen Mehwert bietet die Marke dem User?

Denn wie in der Studie auch angeführt, werden die Nutzer häufig enttäuscht, da sie die Marke kennen, ein Like abgeben, dann aber nicht abgeholt oder eben platt beworben werden. Und dazu sind die Nutzer bei Facebook nicht angetreten, auch wenn sich das mancher Anbieter noch so sehr wünscht ;o)

Daher auch unser Plädoyer: Überlegen Sie sich (mit uns), was Sie dem User zu sagen haben, ob und welchen Mehrwert Sie ihm bieten, und wie eine langfristige Strategie aussieht.

Interessant in diesem Kontext auch die Analyse “

Facebook + Ecommerce = 28 Applications Reviewed

von getElastic aus Kanada mit dem famosen und ganz klaren Fazit:

“Facebook applications are still a relatively new phenomenon, and it seems everyone and their Rottweiler is jumping on the bandwagon. For the most part, getting Facebookers to engage with an ecommerce application is a challenge. Already people are complaining of all the annoying invites to useless applications from their friends. And Facebook really is a social network that people love because it connects them with people, not with purchases.

However, if you are thinking of breaking in with your own killer ecommerce Facebook app, keep the following in mind:

  1. All the rules of “virality” apply. Your application MUST be unique, entertaining or extremely useful and relevant to a large number of users.
  2. Remember ego-capital. Give people something that will allow them to express themselves to their network – their personal style, funny quotes and sayings, their favorite team memorabilia, their …
  3. Create something that motivates users to actually use the application often.

Perhaps the most difficult thing is actually launching your application successfully so that it gets popular fast. Otherwise you’re just another application in the haystack. Building anticipation and getting influential Facebook users to test and evangelize your application is easier said than done, I’m still waiting for a shining ecommerce example of this. But when there is one, be certain we’ll cover it in depth here on Get Elastic.”

Facebook ja, aber mit Herz und Verstand!

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Facebook und Bing kooperieren

Donnerstag, 4. November 2010

Bing verzahnt sich mit Facebook. Wenn das mal kein Riesenschritt in Richtung Social Search der Microsoft Suchmaschine ist. Bing wird in Zukunft in der Lage sein, mehr Daten der Facebooknutzer zu verwenden, als der Konkurrent Google.

Die Nutzung dieser Daten kann beispielsweise so laufen:

  • Man kann heiß diskutierte Themen direkt in Suchergebnisse einfließen lassen, Google macht das bekanntlich mit Twitter.
  • Man kann Usern, die bei Facebook eingelogged sind, personalisierte Suchergebnisse, basierend auf ihren „likes“ geben.

Damit hat Microsoft einen strategisch klugen Schritt getan. Jetzt ist auch klar, warum sie sich für damals 240 Millionen USD  bei Facebook eingekauft haben. Dafür bekamen sie damals 1,6% der Firmenanteile von Facebook. Der Deal wurde 2007 mit etwas Erstaunen aufgenommen. Inzwischen hat sich aber Microsofts Weitsicht gezeigt. Der Softwaregigant hat so bei Facebook einen Fuß in der Tür und Mark Zuckerberg  ist ihnen wahrscheinlich wohlgesonnener als er es Google ist.
Diese personalisierte Suche im Netz der sozialen Plattformen  bringt Bing einen erheblichen Wettbewerbsvorteil. Pikant sind dabei einige kleine Details, wie zum Beispiel die Personensuche. Wer in Zukunft Bing nutzt, um nach Personen zu suchen und gleichzeitig bei Facebook eingelogged ist, wird vornehmlich Personenergebnisse aus seinem erweiterten Netzwerk erhalten.
Damit kann natürlich Schindluder getrieben werden. So mancher Datenschützer bekommt jetzt schon bei dem Gedanken an diese Kombination Migräne.  Ob und wann es hierzu gesetzliche Richtlinien geben wird, die die Privatsphäre schützen, bleibt abzuwarten. Inzwischen hat Bing einen erheblichen Vorsprung im sozialen Netz. Schmidt, Brin und Page sind jetzt unter Zugzwang. Als Marktführer müssen sie nachziehen.

Zugegeben, Bings Anteil am deutschen Suchmaschinenmarkt ist verschwindend gering, Google dominiert:

Marktanteile der Suchmaschinen in Deutschland

Deshalb wird diese Verzahnung zwischen Facebook und Bing hierzulande kaum auffallen. Auf dem US Amerikanischen Markt sieht die Situation aber schon anders aus, da hat sich Bing einen ansehnlichen Marktanteil erkämpft:

Marktanteile der Suchmaschinen in den USA

Umso wichtiger ist es jetzt für Google, aktiv zu werden. Mark Zuckerberg  sagte bereits:

“We’re trying to build a platform, so fundamentally, this is not about working with a single company. Over the long term, we would love to work with everyone.” (Quelle)

Love to work with everyone – Facebook ist also auch Kooperationen mit anderen Firmen, und Suchmaschinen, gegenüber offen. Wenn das mal kein Wink in Richtung Google ist.
Microsoft hat mit der Kooperation zwischen Bing und Facebook Social Search salonfähig gemacht. Wenn Google nachzieht, wird Social Search nicht mehr aufzuhalten sein. Damit verändert sich auch das ganze Online Marketing Spielfeld. Social Media Marketing und SEO werden sich noch enger verzahnen, virales Marketing wird an Bedeutung gewinnen. Wer den Moment und damit den Buzz auf Facebook beherrscht, wird die Nase vorn haben. Natürlich ist da momentan noch viel Raum für Spekulation, die Marschrichtung des Social Webs und des Social Searchs ist jetzt aber ziemlich klar.

Marcus Rauchfuß

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Facebook, ein Phänomen unserer Zeit

Montag, 11. Oktober 2010

Am 1. Oktober lief „The Social Network“ in den US Kinos an, am 7. Oktober in Deutschland. Der Film erzählt die Geschichte von Mark Zuckerberg und Facebook. Allein die Tatsache, dass die Geschichte einer Social Media Plattform verfilmt wird, zeigt, wie stark das Soziale Internet bereits unser Leben prägt.
Facebook selbst ist hier der historische Schritt vom Major Online Player zum Blockbuster Movie gelungen. Der nächste steht bereits in den Startlöchern, heißt es. Coming Soon spekuliert über einen Google Film, aber ich schweife ab.

Global Reach und Aktivität

Facebook ist zu einer Ikone unserer Zeit geworden, das Flagschiff des Web 2.0. Mit 500 Millionen Usern (davon ca. 30% mit mobilen Zugängen, also theoretisch ständig online) dominiert Facebook die Online Community-Szene wie keine andere Plattform und hat damit den ehemals großen Bruder Myspace inzwischen bei weitem überflügelt. Inzwischen ist Facebook auf dem besten Weg, auch dem scheinbar allmächtigen Google den Rang als meistbesuchte Website abzulaufen und hat dies bereits einmal geschafft:

Graphischer Trafficvergleich Google versus Facebook

Und auf Facebook ist was los: Mehrere Milliarden (!) Beiträge jede Woche, eine entsprechend riesige Anzahl Gruppen, Fan Pages, Event Pages und eine schier unerschöpfliche Anzahl Social Games, die gerne und oft genutzt werden. Facebook hat auch das Segment der Social Games erst richtig aufblühen lassen und Farmville wirft seinen langen Schatten inzwischen in so manches Büro und Wohnzimmer.
Wie viele Menschen man mit Facebook erreichen kann, zeigen folgende Zahlen (Stand 07.10.2010):

Die offizielle BMW Fanpage hat 2.209.320 Fans (ja, genau, Zweimillionenzweihundertneuntausend-dreihundertundzwanzig).

Barack Obama kommt auf 14.273.657 Fans. Er war ja der Auslöser, dass die Politik Facebook und andere Social Media Kanäle (v.a. auch Twitter) für sich entdeckte, zumindest in den USA.

Die deutschen Spitzenpolitiker hinken etwas hinterher:
Angela Merkel schafft es da gerade mal auf 48.300 Fans und Christian Wulffs 6.466 sind schon beinahe bedauerlich.

Deutschland hat Nachholbedarf

Überhaupt drängt sich der Eindruck auf, Facebooks Potenzial, Kunden, Interessenten und sonstige Gleichgesinnte zu erreichen, ist in Deutschland noch nicht überall angekommen. C&A hat eine Seite mit 770 Mitgliedern, Galeria Kaufhof eine mit 33. Hugo Boss sticht mit stattlichen 351.030 schon wieder heraus, ist aber auch international präsenter. Was mich besonders überrascht hat: DSDS und Popstars haben trotz riesiger Fangemeinde jeweils nicht mal 40.000 Fans, da geht noch was!
Diese wenigen Beispiele verdeutlichen, wie viel Reach Facebook hat, wenn man es richtig nutzt und auch, dass man einiges falsch machen kann. C&A und Galeria Kaufhof haben wahrscheinlich „jetzt auch mal eine Facebook Seite“, die aber nicht richtig betreut wird oder die Seiten laufen nicht als offizielle Facebook Seite des Unternehmens, was noch viel schlimmer wäre.
Als Major Player in einem Bereich der Konsumgüterbranche kein Interesse an Facebook zu zeigen zeugt von grundlegendem Unverständnis der sozialen Medien.
Zugegeben, Social Media und das tatsächliche Potenzial hinter Facebook werden oft missverstanden. Manche wissen gar nicht, worauf es ankommt, wenn sie Social Media für sich nutzen möchten. In gewisser Weise geht es vielen da so, als hätten sie sich unüberlegt einen Hund zugelegt. Social Media und das Leben mit einem Hund haben einiges gemeinsam. Aber dazu erst später mehr.

Marcus Rauchfuß

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