Viele Hundebesitzer kennen das: Der junge Hund ist verspielt und enthusiastisch. Da kann es schon mal sein, dass ein Paar Lieblingsschuhe vom Hund mit Genuss zerkaut und zerlegt werden ;o) Oder man kommt morgens ins Wohnzimmer und wird mit einem betörenden Duft und einem eindeutigen Anblick und gar zweifelhaften Vergnügen auf dem teuren Perserteppich begrüßt.
Aber nicht nur junge Hunde machen Ärger. Ebenso kann es passieren, dass sich der eigentlich gut abgerichtete Rhodesian Ridgeback Mischling beim Spaziergang im Park losreißt. Wenige Minuten später kommt er mit etwas zurück, das 300 Jahre zuvor ein probates Mittagessen gewesen wäre…
Im Social Media Bereich sieht es sehr ähnlich aus. Da gibt man sich Riesenmühe und erstellt ein supergeiles virales Video. Das Video bringt kurzfristig enorm Traffic auf die Seite, aber die langfristige Wirkung bleibt aus (*La Paloma pfeif*). Und das ist dann vielleicht sogar noch ein glimpflicher Ausgang.
Die gut geplante Social Media Kampagne kann auch komplett nach hinten losgehen. Vielleicht findet ein einflussreicher Blogger die Kampagne doof und zerreißt sie auf seinem Blog. Oder sie wird von der Zielgruppe einfach ignoriert!? Dann war es nur ein durch Aufwand generierter monetärer Schaden.
Der Super-Gau: Die eigene Kampagne wird von einer Gegenkampagne überflügelt, wie Nestle feststellen musste, als sie ihr Image als umweltfreundlicher Konzern (*lach*) stärken wollten:
Andererseits: Man muss schon sehr mächtig sein, um so eine mächtige, und erfolgreiche, Gegenkampagne zu provozieren.
Reinknien und weiter machen
Wie beim Hund ist es dann auch bei Social Media: Man (und Frau) muss einfach geduldig und authentisch (!) weitermachen, ggf. Schadensbegrenzung betreiben (Thema Offenheit und Ehrlichkeit ist hier wieder gefragt), aus den Fehlern lernen und es das nächste mal besser machen.
So wie man sich hinknien muss, um den Fleck aus dem Teppich zu kriegen, muss man sich auch wieder in die Social Media Kampagnen knien. Der Vorteil der Social Marketeer ist: Anders als Hund-Nebenprodukte stinkt Social Media nicht, also alles halb so wild
Weitermachen, weitermachen und nochmals weitermachen.
Die American Football Legende Vince Lombardi sagte einmal:
“Winners never quit and quitters never win”
(Sieger geben nie auf und wer aufgibt siegt nie.)
Und das fasst es sehr gut zusammen.
Rückschläge als Ansporn nutzens
Social Media ist ein äußerst dynamisches Feld, es geht hier schließlich um eine Community, um Menschen. Da kann absolut unvorhersehbares passieren. Davon darf man sich aber weder demotivieren noch abbringen lassen. Stattdessen muss man weiter machen, bis man am Ziel ist, vorausgesetzt man hat vorher eines definiert!
Und wenn man am Ziel ist muss man sich gleich das nächste Ziel setzen. Die nächste Kampagne läuft wieder wie geplant und der Hund ist irgendwann auch stubenrein und ein richtig treuer Begleiter!
Hui, das war jetzt ja schon ein etwas düsteres Thema. Nächstes Mal wird’s (vielleicht) sonniger: Da beschäftige ich mich mit Urlaub, Freizeit und Pausen.








