Artikel-Schlagworte: „Social Media Marketing“

Social Media ist, als hätte man einen kleinen Hund: Teil IV – Mach mal Pause

Mittwoch, 12. Januar 2011

Nach meinem letzten Beitrag über die ganzen Möglichkeiten, wo etwas schief gehen kann, beschäftige ich mich heute mit Urlaub.

Wie sieht es also aus, mal Urlaub zu machen, eine Pause einzulegen und mal auszuspannen?

Nehmen wir erst mal die Hundeperspektive: Haben Sie ein gutes Gewissen, Ihren Hund eine oder zwei Wochen in eine Hundepension zu fremden Leuten zu stecken?

Kanarienvogel im Nest

Ein Vogelnarr kann nicht unbedingt auf Hunde aufpassen!

Nein? Genau, ich auch nicht.  Das gefällt dem Hund vielleicht nicht, er kennt die Leute nicht, er weiß nicht wo Sie sind, irgendwie ist das komisch. Genau so ist es auch mit Social Media, das gibt man nicht weg. Wie ich schon fest stellte: Social Media läuft so oder so, egal, ob Sie sich drum kümmern oder nicht.

Ein Praktikant ist im Social Media keine Vertretung

Wenn Sie Ihre Social Media Kampagnen aus der Hand geben, an jemanden, der das in Ihrer Abwesenheit nur so nebenbei macht und nicht wirklich in der Materie drin ist, dann kann sonst was passieren. Das ist dann so, als gäben Sie Ihren Hund zu jemandem, der Tiere im Allgemeinen mag aber bisher Katzen, Zierfische oder Kanarienvögel gehabt hat.

Ja, Urlaub im Social Media Sektor ist also so eine Sache. Wenn sich ein Team um das Thema Social Media kümmert, dann ist es schon möglich, dass einzelne Teammitglieder Urlaub machen. Das entspricht dann einem Hund, der zu allen Familienmitgliedern eine enge Bindung hat. Wenn ein Familienmitglied nicht da ist, fällt das weniger ins Gewicht.

Wenn Sie aber allein die Social Media Anstrengungen Ihres Unternehmens koordinieren, nehmen Sie bitte Ihren Laptop mit auf die Malediven. Klingt hart, ist aber so. Ja, Urlaub für Social Media Profis findet nicht statt. Man muss immer ein Auge auf und einen Finger am Puls des Internets haben, um schnell reagieren zu können.

Mit dem Laptop in den Urlaub

Ja, lieber Social Media Profi, Urlaub in Deinem Bereich ist dünn gesät, wenn man ein Einzelkämpfer ist. Und wer als Senior Mitarbeiter in seinem Team unterwegs ist, der steht ähnlich da.

Nehmen Sie den Computer mit an den Strand!

Auch wenn es schwer fällt:
Nehmen Sie Ihren Laptop mit auf die Maledieven und checken Sie, was online abgeht. Twittern Sie auch mal aus dem Urlaub! Es macht Sie und Ihre Kampagne glaubhafter und zeigt, dass Sie sich kümmern. Ja, natürlich ist es etwas unangenehm, aber das Internet macht auch keinen Urlaub, darauf muss man sich als Social Media Profi einstellen.

War jetzt auch nicht so wirklich erfreulich, ich weiß. Hier geht es aber um Tipps und Tatsachen, nicht um Beschönigungen und Glitzer. Gehen Sie dazu bitte zur Bunte.

Und damit endet auch schon unsere kleine Reihe über Hunde und Social Media. Wir hoffen, Sie hatten so viel Spaß beim Lesen, wie wir beim Schreiben.

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Social Media ist als hätte man einen Hund – Teil III: Manchmal geht was schief

Donnerstag, 30. Dezember 2010

Viele Hundebesitzer kennen das: Der junge Hund ist verspielt und enthusiastisch. Da kann es schon mal sein, dass ein Paar Lieblingsschuhe vom Hund mit Genuss zerkaut und zerlegt werden ;o) Oder man kommt morgens ins Wohnzimmer und wird mit einem betörenden Duft und einem eindeutigen Anblick und gar zweifelhaften Vergnügen auf dem teuren Perserteppich begrüßt.

Flecken auf dem Teppich gehören dazu...

Aber nicht nur junge Hunde machen Ärger. Ebenso kann es passieren, dass sich der eigentlich gut abgerichtete Rhodesian Ridgeback Mischling beim Spaziergang im Park losreißt. Wenige Minuten später kommt er mit etwas zurück, das 300 Jahre zuvor ein probates Mittagessen gewesen wäre…

Im Social Media Bereich sieht es sehr ähnlich aus. Da gibt man sich Riesenmühe und erstellt ein supergeiles virales Video. Das Video bringt kurzfristig enorm Traffic auf die Seite, aber die langfristige Wirkung bleibt aus (*La Paloma pfeif*). Und das ist dann vielleicht sogar noch ein glimpflicher Ausgang.
Die gut geplante Social Media Kampagne kann auch komplett nach hinten losgehen. Vielleicht findet ein einflussreicher Blogger die Kampagne doof und zerreißt sie auf seinem Blog. Oder sie wird von der Zielgruppe einfach ignoriert!? Dann war es nur ein durch Aufwand generierter monetärer Schaden.

Der Super-Gau: Die eigene Kampagne wird von einer Gegenkampagne überflügelt, wie Nestle feststellen musste, als sie ihr Image als umweltfreundlicher Konzern (*lach*) stärken wollten:

Andererseits: Man muss schon sehr mächtig sein, um so eine mächtige, und erfolgreiche, Gegenkampagne zu provozieren.

Reinknien und weiter machen

Wie beim Hund ist es dann auch bei Social Media: Man (und Frau) muss einfach geduldig und authentisch (!) weitermachen, ggf. Schadensbegrenzung betreiben (Thema Offenheit und Ehrlichkeit ist hier wieder gefragt), aus den Fehlern lernen und es das nächste mal besser machen.
So wie man sich hinknien muss, um den Fleck aus dem Teppich zu kriegen, muss man sich auch wieder in die Social Media Kampagnen knien. Der Vorteil der Social Marketeer ist: Anders als Hund-Nebenprodukte stinkt Social Media nicht, also alles halb so wild ;-)

Weitermachen, weitermachen und nochmals weitermachen.
Die American Football Legende Vince Lombardi sagte einmal:

“Winners never quit and quitters never win”
(Sieger geben nie auf und wer aufgibt siegt nie.)

Und das fasst es sehr gut zusammen.

Rückschläge als Ansporn nutzens

Social Media ist ein äußerst dynamisches Feld, es geht hier schließlich um eine Community, um Menschen. Da kann absolut unvorhersehbares passieren. Davon darf man sich aber weder demotivieren noch abbringen lassen. Stattdessen muss man weiter machen, bis man am Ziel ist, vorausgesetzt man hat vorher eines definiert!
Und wenn man am Ziel ist muss man sich gleich das nächste Ziel setzen. Die nächste Kampagne läuft wieder wie geplant und der Hund ist irgendwann auch stubenrein und ein richtig treuer Begleiter!

Hui, das war jetzt ja schon ein etwas düsteres Thema. Nächstes Mal wird’s (vielleicht) sonniger: Da beschäftige ich mich mit Urlaub, Freizeit und Pausen.

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Social Media Marketing ist, als hätte man einen Hund Teil II – Die Bindung wächst!

Mittwoch, 17. November 2010

Es gibt tatsächlich noch mehr Parallelen zwischen Social Media Marketing und der Liebe zu einem Hund. Wie jeder Hundehalter bestätigen kann: Je länger man den Hund hat, desto stärker ist die Bindung. Vorausgesetzt, man pflegt diese!
Ein Hund, den man sich nur anschafft, der dann aber sich selbst überlassen bleibt, wird nie zu einem echten Begleiter. Er wird weder die Wohnung vor Versicherungsvertretern schützen, noch beim Fernsehen auf Ihrem Schoß kuscheln wollen. Er wird Ihnen gegenüber nie die Qualitäten zeigen, die wir alle an Hunden schätzen.

Hundefreundschaft

Kundenbindungen entwickeln sich sehr ähnlich, das muss jedem klar sein, der Social Media zur Reichweitensteigerung, Brandbuildung, Kundenbindung und/ oder  Kundengewinnung betreibt. Bei Social Media geht es um soziale Beziehungen und ein Kunde geht mit Ihnen eine solche (mehr oder weniger) ein. Es liegt an Ihnen, diese in eine positive Bindung zu begleiten!

Ehrliches Interesse auf beiden Seiten

Je mehr, je besser und je länger Sie sich um Kunden und Zielgruppe kümmern, desto enger bindet Sie diese an sich. Aus einem zufälligen Besucher kann ein Kunde, wiederkehrender Kunde und schließlich ein Produktevangelist (nicht zu vergessen den Customerlifecycle!) werden. Sie müssen sich nur bemühen UND kümmern! Hier fängt die Arbeit an. Machen wir uns nichts vor, Kundenbindung zu schaffen und zu festigen ist aufwendig und meist langwierig. Das wussten schon die Altvorderen Analogis, die heute noch von Customerrelationshipmanagement sprechen. Der Kunde will gehegt und gepflegt werden. Er will aber auch Incentives um wieder zu kommen, er will wissen, dass er geschätzt und ernst genommen wird, er will umworben und in seinen kognitiven Dissonanzen gestützt werden.

Da gibt es verschiedene Wege. Es muss nicht immer eine exklusive Kundenaktion sein, obwohl die natürlich gerne angenommen wird.  Es fängt aber schon damit an, einfach für den Kunden präsent und erreichbar zu sein. Wenn Kundenanfragen in kurzer Zeit beantwortet werden (von einem Mitarbeiter, keine automatisierte Antwort) dann ist der erste Schritt schon getan.

Leere Kundenservice Abteilung

So darf der Kundenservice nicht aussehen!

Wenn der Kunde kompetenten Rat erhält, wenn er weiß, dass er bei Ihnen gut aufgehoben ist, dann wächst die Kundenbindung von selbst. Nicht nur das: Kunden, die mit einer Firma und deren Produkten zufrieden sind, empfehlen diese weiter. Diese Empfehlungen laufen nicht nur über Facebook, sie laufen auch über den Kantinentisch! Social Media durchbricht die online/offline-Barriere, das darf man nicht vergessen. An dieser Stelle gibt es bei uns im Unternehmen Stimmen, die ganz ketzerisch behaupten, dass das gar nichts neues ist, sich jetzt aber auf olle Kamellen im neuen Mäntelchen stürzen (müssen).

Die Beziehung zum Kunden besteht – Machen Sie eine Bindung daraus!

Welchen Kanal Sie wählen, bleibt Ihnen überlassen. Der Kundenkontakt kann z.B. über den Blog der Firma, Emails oder einen speziellen Twitterkanal laufen. Einem Mix (gar per Telefon? Per Printmailing? etc.) steht auch nichts im Wege und es gibt auch keinen allgemeinen Königsweg.
Wichtig aber ist: Es muss zu Firma und Zielgruppe passen. Es muss authentisch sein, darf weder unprofessionell noch gezwungen wirken, es muss schlicht und ergreifend gelebt und bestenfalls in der Unternehmenskultur mannifestiert sein.
Eine Beziehung zwischen Kunde und Anbieter wie zwischen Hund und Halter entsteht sofort, auf die eine oder andere Weise. Eine echte Bindung zu schaffen ist eine ganz andere Sache.

Im Web 2.0, im Web der sozialen Netze, geht man unter, wenn man kein Gesicht hat. Bindungen geht man nicht (mehr) zu einer anonymen Firma ein. Man will einen Ansprechpartner, mit dem man ein Gesicht verbindet. In der Werbung der alten Schule, damals, in den Zeiten ohne Internet (Papa, wie kamen die Leute früher ohne Computer ins Internet?), waren das Herr Kaiser und Clementine. Im Internet braucht jede Firma ihren eigenen Sprecher, ihr  eigenes Gesicht.  Zu diesem Gesicht können die Kunden eine Bindung aufbauen.
Das bei häufigem Kundenkontakt, ebenso wie beim Leben mit einem Hund, trotz aller Bemühungen und guter Absichten mal was Unangenehmes passieren kann, ist jedem klar. Das ist kein Grund, in Panik zu geraten. Und wenn Ihnen Ihr Hund mal auf den Teppich pinkelt, dann wissen Sie wahrscheinlich schon warum, oder?

Darüber im dritten Teil mehr.

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